Felicitas Kukuck als Komponistin von Solo- und Chorliedern
Exemplarische Untersuchung zu zeitgeschichtlichem Umfeld und stilistischen Einflüssen
Systematische Musikwissenschaft und Musikkulturen der Gegenwart, Band 1
Cordula Sprenger legt die erste veröffentlichte Monografie zu der 2001 verstorbenen Komponistin Felicitas Kukuck vor. Als Schülerin von Paul Hindemith und jüdischstämmige Komponistin konnte sie sich in der Nachkriegszeit besonders durch ihre publizierten Werke im Bereich der Gebrauchs- und Laienmusik Achtung verschaffen. Ihr Liedschaffen steht im Fokus dieser Arbeit und wird anhand detaillierter Analysen ausgewählter, teilweise unveröffentlichter Lieder auf besondere stilistische, zeitgeschichtliche sowie biografische Einflüsse untersucht.
Ebenfalls findet Kukucks Nachlass erstmals wissenschaftliche Berücksichtigung – diverse Dokumente wie Briefe, private Schriften, Kukucks Reichskulturkammer-Akte, der Mitschnitt des Interviews mit einer Tochter der Komponistin sowie Klangbeispiele, Noten und unveröffentlichte Manuskripte sind der Arbeit auf einer Material-CD-ROM beigefügt und lassen wie Mosaiksteine ein Stück Zeit- und Musikgeschichte wieder lebendig werden.
Cordula
Sprenger, geboren 1981 in Bonn; Studium der Musikwissenschaften und Neueren
deutschen Literaturwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen; 2007
Abschluss mit Magister Artium; erste Einblicke in Kultur- und Theaterbetriebe
durch Praktika beim Frankfurter Archiv Frau und Musik und am Stadttheater
Gießen; Hospitanzen in den Bereichen Musikdramaturgie sowie Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf sowie an der
Berliner Staatsoper Unter den Linden; seit Beginn der Spielzeit 2007/08
Anstellung als Assistentin der Intendantin und Referentin für Marketing am
Stadttheater Gießen.
Rezensionen
„Die Autorin hat selbstständig recherchiert, Interviews geführt und ausgewertet und Lebenszeugnisse aus dem Familienbesitz herangezogen. Mehrere zweckdienliche Verzeichnisse runden dieses informative Buch ab.“